Begleitprogramm zur Ausstellung: Philosophinnen - Liebhaberinnen der Weisheit

Samstag, 21. Oktober 2006, 14 – 17 Uhr, Frauenmuseum: Gesprächsrunde mit Maga Annemarie Spirk: "Die Darstellung der Frau in den Bildern der Hildegard von Bingen"
Es gibt zu den mystischen Texten Hildegards zahlreiche Bilder, die bereits eine Auseinandersetzung des Mittelalters mit diesen Schriften darstellen. Auffallend und faszinierend zugleich ist die häufige Darstellung der Frau, die in vielen Bildern eine zentrale Stellung einnimmt. In einer Gesprächsrunde lernen wir die Bilder kennen und setzen uns damit auseinander.


Freitag, 27. Oktober 2006, 20 Uhr, Frauenmuseum: Vortrag mit Dr. Peter Natter: „Hass spricht“ – oder: Ein neuer Anfang ist möglich. Zu Hannah Arendt & Judith Butler
Der Titel von Judith Butlers jüngster deutschsprachiger Buchpublikation kündet von einem ebenso alten wie aktuellen Dilemma: Das Individuum braucht die Gesellschaft: aber braucht die Gesellschaft das Individuum? Müssen wir verletzen, um nicht verletzt zu werden? Töten, um nicht getötet zu werden? Ist Angriff wirklich die beste Verteidigung? Entspringen unsere Taten unserer Natur? Oder unsere Natur unseren Taten?
Hannah Arendts große Analyse der totalitären Regime des 20. Jahrhunderts liefert Denk- und Lösungsansätze zum problematischen Verhältnis von Individuum und Gesellschaft. Sie untersuche einerseits unser grundlegendes Verständnis des Menschen, andererseits nimmt sie die sozialen und ökonomischen Trends der Gegenwart vorweg. Politik: Das ist für Hannah Arendt und Judith Butler die Rettung des zwischen Globalisierung und Privatisierung, zwischen Weltbürgertum und Vereinsamung aufgeriebenen Einzelnen.

Dr. Peter Natter: philosophische Praxis in Hittisau

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